Der Baljer Leuchttum von 1904 ist ein Baudenkmal von kulturhistorischer

Bedeutung.

Er wurde 1903 errichtet und war von 1904 bis 1979 in Betrieb.

Heute ist er ein Wahrzeichen des maritimen Erbes im Landkreis Stade.

Dieses Wahrzeichen war jedoch in einem äußerst schlechten Zustand und bedurfte dringend einer aufwendigen Sanierung.

 

Im Jahre 2010 wurde der Leuchtturm aus Mitteln der Leader-Region: Kehdingen Oste,

des Landkreis Stade (Denkmalschutzetat) und der Gemeinde Balje renoviert.

Die Firma Vattenfall hat sich mit an der Innenaustattung beteiligt.

 

Seit 2011 besteht die Möglichkeit den Leuchtturm zu bestimmten Zeiten zu besichtigen.

 

-Siehe Aktuelles-

Vorgeschichte

1903 wurde der Turm eingerichtet und am 01.02.1904 als Leit-und

Ouermarkenfeuer gezündet.

Die erste Betriebnahme erfolgte mit Petroleum-Glühlicht, dass heißt, alle 4 Stunden

musste der Leuchtturmwärter das Uhrwerk von Hand aufziehen.

 

1904 als Leit und Quermarkenfeuer gezündet.Die erste Inbetriebnahme erfolgte mit Petrolium-Glühlicht und alle vier Stunden musste der Leuchtturmwärter das Uhrwerk für die Kennungserzeugung von Hand aufziehen.

 

1927 Umstellung auf Flüssiggas.

Neben dem Turm wurde ein Flüssiggastank aufgestellt und die Optik gegen

eine 500 mm Brennweite ausgetauscht.

 

1959 Umstellung auf Flaschengas und der alte Flüssiggastank wurde abgebaut.

 

1962 folgte die Automatisierung mit elektrischen Glühlampen und

das Feuer wurde aus Cuxhaven ferngesteuert und damit war die Ära der Leuchtturmwärter in Balje beendet.

 

1980 am 15. Dezember erlosch das Feuer endgültig und ein neuer Turm übernahm die Aufgabe.

 

Der alte Baljer Leuchtturm wurde vom Landkreis Stade erworben und als

maritimes Denkmal unter Denkmalschutz gestellt.

Die umliegende Landschaft wurde zum Natur-und Vogelschutzgebiet erklärt.

 

Vorübergehend wurde der Turm noch vom Vogelwart genutzt, aber dann wegen eines fehlenden Nutzungskonzeptes und aus Geldmangel dem Verfall überlassen.

 

2005 wurde in Balje-Hörne der Förderverein Baljer Leuchtturm v. 1904 e.V. gegründet, mit dem Ziel, den Turm vor dem Verfall zu bewahren, ihn instand zu setzen und als maritime Kultur zu nutzen.

 

2009 hat der Landkreis Stade die Weichen für dieRenovierung und Nutzung des Turmes gestellt.Gesichert wurde sie mit Eigenmittel vom Kreis,Kommune und Förderngelder.

 

2010 wurde die Renovierung abgeschlossen.

 

2012 Der Turm ist im Juli und August für Besucher zugänglich.

Technische Daten

Baljer Leuchtturm errichtet 1903 und war im Betrieb v. 1904 bis 1972


Feuerhöhe über Mittelwasser 14,5 m.

Durchmesser beträgt 7,1m und die Bauhöhe 17,35m.

Leuchtfeuer Balje war mit einer Gürtelleuchte von 500 mm elbabwärts

und elbaufwärts bestückt, die mit Flüssigglühlicht betrieben wurde.

Das Feuer hatte einen roten, grünen und weißen Farbsektor.

Sichtweite betrug 12,5 Seemeilen.


Der Turm hat 4 Geschosse, einen Wasserkeller, 2 umlaufende Galerien und ein flaches Kegeldach mit Windhutze und Wetterfahne.

 

Der massive Klinckerturm, mit zeittypischen Stichbogenfenstern war mit einer Wohnung für Leuchtturmwärter ausgerüstet und wurde von 2 Leuchtturmwärtern abwechselnd bewohnt.

 

 

 

 

Die kupferne Windhutze wurde überholt und mit dem fehlenden Windanzeiger ergänzt.-Bild R.S.

Kegeldach und Wetterfahne.-Bild R.S.
Bild-R.S.

Standort

Der alte Baljer Leuchtturm v. 1904

steht am niedersächsischen Elbufer in gerader Flucht des Nord-Ostsee-Kanals

in 21730 Balje auf dem Weg nach Hörner Außendeich.

 

                        Standort: 53° 51'40" Nord, 9° 5'2" Ost


Blick aus dem Turm:

 

Nach Norden auf das schleswigholsteinische Elbufer zwischen Brunsbüttel und

Neufeld im Hintergrund Marne.

 

Nach Westen auf die offene Nordsee, linksseitig Cuxhaven

 

Nach Osten Elbaufwärts bis zur Biegung zwischen St.Margareten und Freiburg

 

Nach Süden über die Deiche nach Hörne, im Hintergrund die Wingst

 

Nach Südwesten über das Naturschutzgebiet Hullen zur Ostemündung

 

Nach Südosten über die Deiche nach Balje (Kirchturm)

 

 

Geografische Lage von Balje.

 

Balje befindet sich im Land Kehdingen, zwischen den Flüssen Oste und Elbe.

Die Stadt Brunsbüttel befindet sich am gegenüberliegenden Elbufer.

Die Landschaft ist geprägt durch den Elbdeich, der in die Abschnitte Hörner Außendeich (direkt an der Ostemündung) und Baljer Außendeich untergegliedert ist.

Östlich schließen sich der Wettern-Außendeich und der Stellenfleth-Außendeich an.

 

Geologie

 

Das Kehdinger Land ist Moor-und Marschgebiet und liegt zum Teil unter dem Meeresspiegel und war früher regelmäßig überflutet.

Erst umfassende Eindeichungen konnten das Gebiet am Südufer der Unterelbe dauerhaft gegen Sturmfluten sichern.

 

Die Gemeinde unfasst ca. 8.700 ha. und ist somit die größte Gemeinde der Bundesrepublik.

 

www.tourismus-kehdingen.de

www.nordkehdingen.de